Haarausfall ist ein Problem, welches Männer deutlich häufiger als Frauen betrifft. Vor allem der genetisch bedingte Haarverlust ist eine typische Alterserscheinung, unter der viele Männer leiden.

Erfahren Sie, welche Arten des Haarausfalls es noch gibt, wie Sie diesen vorbeugen können und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. „Was tun gegen Haarausfall“ ist die Frage, die in erster Linie beantwortet werden soll.

Arten & Ursachen

1. Erblich bedingter Haarausfall

80% der Männer leiden unter erblich bedingtem Haarausfall.

Der genetisch bedingte Haarausfall ist ein Problem, an dem etwa acht von zehn Männern leiden. Dieser kann schon recht früh einsetzen; jeder zweite Betroffene klagt bereits ab Mitte 20 über einen ersten Verlust der Haare. Dies ist meist ein langwieriger Prozess, der sich über Jahre oder gar Jahrzehnte ziehen kann. Vor allem im Bereich von Stirn und Schläfen fallen die Haare bei dieser Form des Haarausfalls vermehrt aus.

Übrigens: Der genetisch bedingte Haarausfall kann nicht nur Männer, sondern auch Frauen treffen. Bei diesen zeigt sich der erste Haarverlust meist zuerst im Bereich des Mittelscheitels.

Genetisch bedingter Haarausfall ist keine Krankheit im eigentlichen Sinne und muss dementsprechend auch nicht behandelt werden. Es handelt sich um ein rein kosmetisches Problem, unter dem viele Männer leiden. Diese Art Haarausfall beim Mann kann man mit den Wirkstoffen Finasterid und Minoxidil ebenso behandeln wie mit bestimmten Nahrungsergänzungsmitteln. Solche Produkte müssen Sie allerdings dauerhaft einnehmen: Sobald sie abgesetzt werden, kehrt der Haarausfall wieder zurück.

2. Diffuser Haarausfall

Ein plötzlicher Haarausfall ist ebenso beim diffusen Haarverlust selten. Vielmehr dünnt bei diesem Symptom das Haar insgesamt aus, wird dünner und schütterner. Auslöser ist meist eine Unterversorgung der Haare. Damit ist nicht nur eine ungesunde Ernährung gemeint. Auch zu viel Stress, exzessiver Sport oder eine extreme Diät können zu einem diffusen Haarausfall führen. Ebenso können bestimmte Medikamente dazu führen, dass die Haare ausfallen.

3. Kreisrunder Haarausfall

Der kreisrunde Haarausfall, der meist partiell auftritt, kann Männer und Frauen gleichermaßen betreffen und in jedem Alter auftreten. Selbst Kinder und Jugendliche können von diesem betroffen sein. Charakteristisch ist das Erscheinungsbild des kreisrunden Haarausfalls: Im Haar treten deutlich sichtbare Lücken auf, die etwa münzgroß sind.

Die gute Nachricht: Bei dieser Art des Haarausfalls sterben die Haarfollikel nicht ab, so dass die Haare mit einer entsprechenden Behandlung wieder nachwachsen können.

Der kreisrunde Haarausfall ist eher selten und betrifft nur etwa ein bis zwei Prozent aller Patienten. Nicht nur ein Verlust des Kopfhaares wird bei dieser Erkrankung häufig beobachtet; auch Wimpern, Bart und Schambehaarung können betroffen sein.

Wie wird Haarausfall bei Männern diagnostiziert?

Damit der Haarausfall bei Männern optimal behandelt werden kann, muss zunächst einmal herausgefunden werden, warum dieser überhaupt entstanden ist und um welche Form des Haarausfalls es sich handelt. Häufig kann der Arzt nicht alleine aufgrund des äußeren Erscheinungsbildes seine Diagnose stellen, sondern muss weiterführende Untersuchungen durchführen. Eine Blutabnahme zur Untersuchung des Blutbildes kann dazu ebenso zählen wie eine Biopsie der Kopfhaut. Auch wird häufig eine Haarprobe entnommen, um die Beschaffenheit der Haarwurzeln zu erkennen.

Alle diese Maßnahmen dienen dazu, eventuelle Krankheiten auszuschließen. Ist der Auslöser vom Haarausfall bei Männern bekannt, kann dieser entsprechend behandelt werden.

Wie können Männer Haarausfall vorbeugen?

Einen genetisch bedingten Haarausfall können Sie kaum verhindern. Allen anderen Arten des Haarverlustes aber kann durch eine gesunde Lebensweise durchaus vorgebeugt werden.

Zu einer gesunden Lebensweise zählt in erster Linie eine ausgewogene Ernährung; Obst und Gemüse sollten täglich auf Ihrem Speiseplan stehen. Der Verzicht auf Alkohol und Zigaretten kann ebenso dazu beitragen, einem Haarverlust vorzubeugen. In Verbindung mit ausreichend Bewegung können Sie so also selbst einiges tun, damit Sie bis ins hohe Alter mit einer vollen Haarpracht gesegnet sind. In Ergänzung dazu nutzen Sie diverse Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Autogenes Training. Diese dienen dazu, Stress abzubauen, denn auch dieser kann zu einem vorzeitigen Haarverlust führen.

Zu guter Letzt sollte die richtige Pflege Ihrer Haare nicht unerwähnt bleiben. Zu viel Hitze und Styling kann das Haar dauerhaft schädigen. Lassen Sie sich am besten von Ihrem Friseur beraten. Sollten Sie bei sich einen ersten Haarausfall feststellen, suchen Sie so schnell wie möglich einen Dermatologen auf. Je eher mit der Behandlung begonnen wird, desto größer sind die Chancen auf Erfolg.

Mittel gegen Haarausfall

Wenn Sie sich zu Ihrem Dermatologen begeben, wird dieser gezielt nach den Auslösern für Ihren Haarverlust suchen und Ihnen entsprechende Medikamente verschreiben. Die bekanntesten Medikamente gegen Haarausfall für Männer enthalten die Wirkstoffe Minoxidil und Finasterid.

Finasterid ist ein in der Schweiz erhältliches Präparat, das meist in Form von Tabletten gegeben wird. Es handelt sich um einen sogenannten 5-Alpha-Reduktasehemmer, der die Bildung von Dihydrotestosteron hemmt. Die Wirksamkeit dieses Medikaments wurde in zahlreichen Studien nachgewiesen. Finasterid kann neues Haarwachstum anregen, wirkt allerdings nur dort, wo sich die Haarwurzeln noch nicht zurückgebildet haben. Allerdings kann Finasterid einige unerwünschte Nebenwirkungen haben, unter anderem Erektionsstörungen und eine verminderte Libido. Für Frauen und Kinder ist sind diese Tabletten gegen Haarausfall nicht geeignet.

Minoxidil hingegen ist ein Blutdrucksenker, der wahlweise als Lösung oder als Schaum erhältlich ist. Damit ist dieses Präparat zur äußerlichen Anwendung gedacht und kann anders als Finasterid sowohl von Männern als auch von Frauen verwendet werden. Vor allem bei einem genetisch bedingten Haarausfall hat sich Minoxidil in zahlreichen Studien bewährt. Bereits nach dem Auftragen auf die Kopfhaut werden die Blutgefäße erweitert, so dass die Nährstoffversorgung der Haare angeregt wird. Eines der meistverkauften Produkte, welches den Wirkstoff Minoxidil enthält, ist „Regaine“. Hierbei handelt es sich um ein frei verkäufliches Medikament, das kaum Nebenwirkungen verursacht. Lediglich in Ausnahmefällen kann es zu Hautreizungen oder einer trockenen Kopfhaut kommen.

Darüber hinaus sind in Apotheken und Reformhäusern zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel erhältlich, deren Wirkung allerdings nicht erwiesen ist. Sollten Sie sich für solch ein Mittel gegen Haarausfall für Männer entscheiden, greifen Sie am besten zu solchen Präparaten, die Biotin enthalten. Möchten Sie Haarausfall bei Männern stoppen, können unter Umständen aber auch Hausmittel helfen. Eine Spülung mit Bier beispielsweise soll die Haare kräftigen und auch Bockshornklee gilt als echtes Wundermittel für volles und kräftiges Haar.

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