Sind Frauen von einem Haarausfall betroffen, sind häufig die Hormone schuld. So ist es nicht verwunderlich, dass es nach der Schwangerschaft ebenso wie während der Wechseljahre besonders häufig zu einem Haarverlust kommt.

Haarausfall in der Schwangerschaft hingegen ist eher selten; vielmehr werden die Haare während dieser Zeit kräftiger und glänzender. Lesen Sie, was die Ursachen für einen Haarausfall nach der Schwangerschaft sind und wie dieser am besten behandelt wird.

Ursachen

Die Ursache für einen verstärkten Haarverlust nach der Schwangerschaft ist eindeutig im veränderten Hormonhaushalt zu suchen. Der Östrogenspiegel, der während der Schwangerschaft stark angestiegen war, pendelt sich nun wieder auf sein normales Level ein.

Fühlen Sie sich zudem ständig müde und sind blass, könnte als Ursache auch ein Eisenmangel in Frage kommen. Von diesem sind Frauen, egal ob schwanger oder nicht, besonders häufig betroffen. Empfehlenswert ist es, täglich etwa 15 Milligramm Eisen zu sich zu nehmen. In zahlreichen Lebensmitteln kommt Eisen vor: Neben Kalbsfleisch und Nüssen steckt es auch in Pfifferlingen und Vollkornbrot. Beherzt können Sie zu einem Leberwurstbrot greifen, denn auch in dieser Wurst ist Eisen enthalten.

Wie lange dauert der Haarausfall nach der Schwangerschaft?

Natürlich kann die Frage “ Wie lange dauert der Haarausfall nach der Geburt“ nicht pauschal beantwortet werden. Jede Frau ist anders; viele sind von einem Haarausfall nach der Geburt überhaupt nicht betroffen. Während der Schwangerschaft hingegen bemerken die meisten Frauen, dass ihre Haare sehr viel schöner und glänzender werden. Auch die Haut beginnt sichtbar zu strahlen; die Fingernägel sind kräftig wie nie zuvor. Grund dafür ist ein Anstieg des Östrogenspiegels. Nach der Geburt sinkt dieser Spiegel wieder ab; die Folge kann dann ein verstärkter Haarausfall sein.

Die meisten Frauen bemerken einen vermehrten Haarausfall etwa zwei bis drei Monate nach der Geburt; etwa 50 Prozent aller Mütter sind davon betroffen.

Die Stillzeit wirkt sich auf diesen übrigens nicht aus: Ob Sie Ihr Baby stillen oder nicht, hat auf die Gesundheit Ihrer Haare keinen Einfluss. Spätestens nach einem Jahr normalisiert sich der Östrogenspiegel bei den meisten Frauen wieder und auch der Haarausfall wird dann automatisch weniger.

Was tun gegen Haarausfall nach der Schwangerschaft?

Haarverlust nach der Schwangerschaft ist auf den veränderten Hormonhaushalt zurückzuführen.

Grundsätzlich bedarf der Haarverlust nach der Schwangerschaft keiner Therapie. Es handelt sich um eine völlig normale Reaktion des weiblichen Körpers, die sich meist von selbst wieder normalisiert. Es kann aber natürlich sein, dass es weitere Auslöser gibt, die den Haarverlust nach der Schwangerschaft begünstigen. Dies kann der ungewohnte Stress mit dem Baby ebenso sein wie bestimmte Medikamente. Unbedingt sollten Sie daher die Einnahme aller Tabletten mit Ihrem Arzt absprechen.

Möchten Sie dennoch etwas tun, um einem Haarverlust nach der Schwangerschaft entgegenzuwirken, entscheiden Sie sich ausschließlich für natürliche Mittel ohne Hormone. Shampoos mit Biotin beispielsweise sollen das Haarwachstum anregen und für glänzende Haare sorgen. Setzten Sie auf natürliche Mittel, können Sie zwei Mal in der Woche einen Brennnesselsud auf die Kopfhaut auftragen oder die Haare mit Kokosöl pflegen. Auch die Schüssler Salze Calcium fluoratum D12 (Nr. 1), Calcium phosphoricum D6 (Nr. 2) und Silicea D12 (Nr. 11) haben sich bewährt, um den Körper optimal mit Nährstoffen zu versorgen. Achten Sie unbedingt auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung, damit Ihr Körper ausreichend mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt wird. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln wie Biotin, Eisen, Folsäure oder Vitamin D kann durchaus hilfreich für die Gesundheit der Haare sein. Unbedingt sollten Sie aber auch diese mit Ihrem Frauenarzt absprechen.

Gönnen Sie sich trotz Baby ab und an eine Auszeit. Ihr Körper braucht jetzt ausreichend Ruhe. Sollten Sie bei sich einen Haarverlust feststellen, versuchen Sie doch einmal eine Kopfmassage. Diese ist nicht nur entspannend, sondern regt auch die Durchblutung an. Haben Sie lange Haare, tragen Sie diese so oft es geht offen. Das strenge Zusammenbinden zum Pferdeschwanz kann Haarausfall ebenso begünstigen. Vielleicht versuchen Sie auch einfach einmal eine neue Frisur. Der richtige Haarschnitt lässt Ihre Haare sofort fülliger erscheinen; Gleiches gilt für Strähnchen.

Ab wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Grundsätzlich ist ein starker Haarausfall nach Schwangerschaft zunächst kein Grund zur Besorgnis und eine völlig normale Reaktion des Körpers. Mediziner sprechen auch vom postpartalen Effluvium. Sollte sich der verstärkte Haarausfall nach einem Jahr nicht gebessert haben, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Ihr Gynäkologe kann Ihnen dann ebenso weiterhelfen wie ein Dermatologe Ihres Vertrauens. Vielleicht hat Ihr anhaltender Haarverlust andere Ursachen, etwa einen Nährstoffmangel durch eine einseitige und ungesunde Ernährung. Diese Auslöser gilt es dann herauszufinden und abzustellen.

Sollte sich also ein Jahr nach der Geburt keine Besserung Ihres Haarausfalls einstellen, suchen Sie am besten einen Arzt auf. Vielleicht leiden Sie auch an einem erblich bedingten Haarausfall. Ebenso kann eine Unterfunktion der Schilddrüse der Auslöser für den Haarverlust sein. Von einem Haarausfall spricht man übrigens erst dann, wenn täglich weit mehr als 100 Haare ausfallen. Wenn Sie dies bei sich über einen längeren Zeitraum feststellen, lassen Sie unbedingt die Ursachen abklären.

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