Der Mensch besitzt am gesamten Körper Haare. Diese wachsen unterschiedlich schnell, wobei die Frage, wie schnell Haare wachsen nicht pauschal beantwortet werden kann. Das Haarwachstum hängt letztendlich von zahlreichen Faktoren ab, sodass Sie nicht überall ein gleich schnelles Haarwachstum erwarten können.

Wie schnell wachsen Haare?

Die Frage „Wie schnell wachsen Haare?“ lässt sich nicht pauschal beantworten. Das Haarwachstum unterscheidet sich nämlich nicht nur bei jeder Person, sondern auch an den jeweiligen Körperstellen. Haare an den Beinen oder im Gesicht beispielsweise wachsen anders als Kopfhaare. Bei Kopfhaaren liegt das durchschnittliche Wachstum bei etwa 0,3 bis 0,5 mm pro Tag. Dies bedeutet, dass die Haare am Kopf in etwa 1 bis 1,5 cm pro Monat länger werden. Auf das Jahr aufgerechnet tritt somit ein Haarwachstum von 12 bis 15 cm auf. Je nach Alter, ethnischer Zugehörigkeit und Hormonstatus kann das Haarwachstum am Kopf dennoch langsamer oder schneller ausfallen. Asiaten beispielsweise besitzen ein wesentlich schnelleres Wachstum als Afrikaner.

Das Haarwachstum an anderen Körperstellen fällt in der Regel zudem wesentlich langsamer aus. Barthaare zum Beispiel wachsen lediglich 2,8 Millimeter pro Woche, sodass ein Bart pro Jahr ungefähr 10 cm wachsen kann. Ein Achselhaar wächst sogar noch langsamer. Pro Woche nimmt es in seiner Länge um lediglich 2,1 Millimeter zu. Arm- und Oberschenkelhaare wachsen pro Woche zudem 1,5 Millimeter. Am langsamsten sind Augenbrauen Ihr Wachstum in sieben Tagen beträgt nur 1,1 Millimeter.

Einflüsse auf das Haarwachstum

Im Wesentlichen beeinflussen Alter, Geschlecht, Hormone, die ethnische Zugehörigkeit sowie Umweltfaktoren das Haarwachstum pro Monat. Männer wie Frauen besitzen in etwa dasselbe Haarwachstum, wodurch nicht immer ein Unterschied festzustellen ist. Liegt eine hormonelle Veränderung wie beispielsweise eine Schwangerschaft vor, hat diese aktiven Einfluss auf das Haarwachstum des Körpers. Schwangere Frauen weisen ein beschleunigtes Haarwachstum auf, welches sich nach der Schwangerschaft wieder normalisiert.

Bezüglich Umwelteinflüsse verläuft das Haarwachstum am Tag und der Nacht sowie während der Jahreszeiten unterschiedlich.

Tagsüber wachsen die Haare schneller als in der Nacht.

Auch im Sommer besitzen die meisten Menschen ein schnelleres Haarwachstum als während der Wintermonate. Im Alter tritt hingegen nicht nur ein Rückgang am Haarwachstum ein. Viele Personen leiden vermehrt unter Haarausfall oder Haarwachstum an unüblicheren Stellen. Bei vielen Frauen nach den Wechseljahren tritt ein sogenannter Damenbart in Erscheinung, welcher durch die sinkenden Östrogenwerte hervorgerufen wird.

Haarwachstum in den einzelnen Phasen

Verschiedene Phasen des Haarwachstums

Das Haarwachstum wird im Wesentlichen durch Androgene, männliche Hormone, gesteuert. Androgene wie Testosteron und DHT wirken sich auf verschiedene Körperregionen aus, wobei ihr Einfluss unterschiedlich ausfallen kann. Beispielsweise sorgen Androgene für ein Wachstum der Achselhöhlen- und Barthaare und sorgen im gleichen Zug für einen Haarausfall auf der Kopfhaut. Somit bestimmt Ihr Hormonhaushalt letztendlich, an welcher Stelle Haare wachsen oder ausfallen. Dabei bedeutet ein vorübergehender Haarausfall nicht sofort eine dauerhafte kahle Stelle. Jedes Haar besteht nämlich aus dem sichtbaren Teil, dem sogenannten Haarschaft und den Haarspitzen, sowie der Haarwurzel.

Die Haarwurzel bildet sich unter der Haut und umgibt das Haarfollikel. Das Haarfollikel reguliert das Wachstum des Haares. Die Wachstumsphase, aus welchem das eigentliche Haar aus dem Follikel wächst, kann zwischen zwei und sechs Jahre dauern. Rund 85 Prozent der Haare am menschlichen Körper befinden sich in dieser Wachstumsphase. Ist die Wachstumsphase erfolgreich abgeschlossen, geht das Haar in die Übergangsphase, welche ein bis zwei Wochen dauert. In dieser Phase ist das Haarwachstum beendet. Das Haar trennt sich von der Haarwurzel und schiebt sich langsam der Haut entgegen. Sobald das Haar vollständig von der Haarwurzel abgetrennt ist, entfällt die Nährstoffzufuhr. Die Ruhephase mit einer Dauer von drei bis fünf Monaten sorgt dafür, dass sich wieder ein neues Haar bilden kann. Dies geschieht allerdings erst am Ende der Ruhephase. Etwa 15 Prozent der Haare befinden sich in der Ruhephase.

Wie wachsen Haare schneller?

Möchten Sie Ihre Haare schneller wachsen lassen, existieren einige Methoden, welche Ihnen bei Ihrem Vorhaben helfen können. Grundsätzlich unterstützen Sie mit einer gesunden und vitaminreichen Ernährung Ihr Haarwachstum. Nährstoffe wie Proteine, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D und E, Zink Kupfer und Silizium fördern aktiv das Haarwachstum. Ebenfalls sollten Sie auf schonende Haarprodukte zurückgreifen. Verwenden Sie Produkte, welche Ihrer Kopfhaut Feuchtigkeit spenden. Koffeinhaltige Shampoos bewähren sich bei diesem Vorhaben. Hingegen sollten Sie die Benutzung von Lockenstab und Glätteisen unterlassen, da die Geräte die Kopfhaut austrocknen. Zudem können Sie Ihre Haare öfter bürsten, da das Bürsten die Durchblutung anregt. Eine Massage für die Kopfhaut kann gleichfalls zum gewünschten Haarwuchs führen.

Kommentar hinterlassen

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.